Samstag, 30 Juli 2011 21:37

Street Racer

Written by Onkel Istvan

bewertungskasten_street_racer_ohne_sternonkelistvanStreet_Racer.001png_thumbBei Street Racer handelt es sich, wie der Name schon sagt, um ein Rennspiel. Genauer gesagt um einen Funracer. Wer jetzt am liebsten laut „Mario Kart“ schreien möchte, dem sei gesagt, daß er damit gar nicht so falsch liegt. Denn auch bei Street Racer stehen acht skurrile Gokart-Fahrer mit individuellen Stärken, Schwächen und Attacken zur Auswahl, um eine Vielzahl von Kursen und Spielmodi zu absolvieren. Zu den Besonderheiten des Spiels zählt die Möglichkeit, mittels Multitap mit bis zu vier menschlichen Spielern gegeneinander anzutreten.

Street Racer besitzt weitaus mehr Modi als man es von anderen Genrevertretern gewöhnt ist. Das Modul lässt dem Spieler sogar die Freiheit, Strecken für eine eigene Meisterschaft (Custom Cup) selbst zusammenzustellen. Neben den genretypischen Spielmodi „Practice“, „Head to Head“ und „Championship“ kommen noch der „Rumble“- und der besonders originelle „Soccer“-Modus hinzu. Speziell letzerer ist mit mehreren menschlichen Spielern ein absoluter Spaß-Garant, geht es doch darum, mit Hilfe seines Fahrers einen überdimensionalen „Fußball“ in das Tor zu befördern oder ihn durch gezielte Schläge seinem Gegner abzujagen. Das ist knifflig, aber wirklich gut umgesetzt.

Street_Racer.022png_thumbIm „normalen“ Rennmodus sind die Strecken thematisch bestimmten Fahrern zugeordnet, beispielsweise sind die Kurse von Frank(ensteins Monster) in Grusel-Atmosphäre gehalten, jene von Luftwaffenpilot Helmut sind wie Flugplätze gestaltet und die Strecken der Barbie-Kopie Surf verlaufen an (oder auf) Stränden entlang. Von jedem Streckentyp gibt es dann noch einfache und schwierige Varianten, auch hier kann man also durchaus den Vergleich zu Mario Kart ziehen. Überall auf der Rennstrecke sind Items verteilt, die, genau wie bei den Power-Ups in Mario Kart, durch simples Drüberfahren aufgenommen oder aktiviert werden. So kann zum Beispiel durch das Rammen anderer Fahrer erlittener Schaden repariert werden. Um sich gegen seine Konkurrenten durchzusetzen, kann jeder Fahrer nach links und rechts Schläge austeilen sowie individuelle Attacken ausführen oder mittels Turbo-Boost davon ziehen. Die Fahrer und ihre verrückten Vehikel sind dabei schön gestaltet und die Attacken toll animiert. Nett: Anders als bei Mario Kart werden im bei der Fahrerwahl deren Unterschiede, also Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und dergleichen angezeigt.

Street_Racer.000png_thumbIm „Championship“-Modus geht es recht turbulent zu; in drei unterschiedlichen Cups sowie dem bereits erwähnten Custom Cup muss der Spieler gegen alle anderen Fahrer eine Meisterschaft bestreiten. die Gegner sind selbst im Bronze-Cup geschickte Fahrer  und setzten sich heftig zur Wehr. Die teils sehr engen und hindernisreichen Kurse verlangen dem Fahrer zudem einiges an Können ab. Auch hier schlägt leider oft die Streckengestaltung negativ zu Buche, die einem leider viel zu oft eine aussichtsreiche Platzierung zunichte macht. Etwas weniger aufregend geht es im "Head to Head"-Modus zu. Hier fährt man sein Rennen nur gegen einen einzigen Gegner, was als Vorbereitung für eine Meisterschaft ganz gut geeignet ist. Beim "Rumble"-Wettbewerb (quasi das Äquivalent zum Battlemode von Mario kart) geht es darum, in einer quadratischen Arena den Gegner an den Rand zu drängen und mit einer gezielten Attacke über die Streckenbegrenzung ins Aus zu befördern. Gleichzeitig muss man natürlich verhindern, selbst von der Strecke geschubst zu werden. Wegen der etwas unpräzisen Steuerung ist das jedoch meistens leichter gesagt als getan.

Street_Racer.141png_thumbWas beim Spielen auffällt, ist die vergleichsweise pixelige Grafik und die Tatsache, daß die Rennstrecken „platter“ beziehungsweise „flacher“ zu sein scheinen als bei anderen Rennspielen. Dadurch sieht man Kurven teils sehr spät, was dem Spielfluss leider abträglich ist. Die Streckenbegrenzung bemerkt man oft erst dann, wenn man bereits daran abgeprallt ist. Ebenso fällt auf, daß einige Fahrzeuge eine ziemlich haarsträubende Straßenlage haben und so öfters mal neben der Strecke landen. Während man bei anderen Rennspielen recht schnell ein Gefühl für sein Fahrzeug entwickelt, tut man sich bei Street Racer doch eher schwer und dementsprechend unpräzise bewegt man seinen Renner über  die Strecke. Da hätte eine leicht geneigte, isometrische Ansicht sicherlich für ein leichteres Gameplay sorgen können. Die musikalische Untermalung des Spiels ist flott, stimmig und lässt eigentlich keine Wünsche offen und auch die Soundeffekte sind gut gemacht. Lediglich das Geräusch, wenn man in die Streckenbegrenzung fährt, wirkt unpassend und nervig. Das liegt aber auch daran, daß man es auf manchen Kursen relativ oft zu hören bekommt.

Fazit des Autors - Onkel IstvanStreet Racer macht vieles richtig, kann aber in Puncto Spielspaß Mario Kart nicht das Wasser reichen. Selbst die große Optionsvielfalt und der spaßige „Soccer“-Modus reichen nicht, um die Frust-Momente durch die schwammige Steuerung und das Streckendesign ganz vergessen zu machen. Wo Street Racer auf jeden Fall punktet, ist im Mehrspieler-Modus, denn hier machen sich die Mankos längst nicht so sehr bemerkbar. Schon zwei menschliche Spieler können sich einen herrlichen und direkten Schlagabtausch liefern und im Vierspieler-Modus steigt der Spaß sicher noch einmal. Rennspiel-Fans, die gerne zu zweit oder mit Multitap spielen, sei das Modul also durchaus empfohlen.

Zu Street Racer könnt ihr in unserem Forum mitdiskutieren!

More in this category: « Top Gear F-Zero »