Mittwoch, 29 Dezember 2010 07:03

F-Zero

Written by MGTPrime

Scoreboard F-Zero MGTPrimeF-Zero.000png_thumbF-Zero hat in der heutigen Zeit Kultstatus erreicht. Seiner Zeit erschien der erste Teil der F-Zero-Reihe auf dem Super Nintendo. F-Zero blickt bereits auf mehrere Jahre bewegte Videospielgeschichte zurück. Nintendo-Anhänger durften schon auf dem SNES ihre superschnellen Runden drehen und erlebten was Highspeed in einem Videospiel bedeutet. Dabei kam F-Zero schon immer ganz ohne die aus anderen Future-Racern bekannten Waffensysteme aus. Erschienen ist auch ein zweiter Teil für das SNES, allerdings leider nur in Japan.

Die Geschichte ist, wie in jedem Rennspiel, nur nebensächlich. Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. In Mute City findet wie jedes Jahr ein Rennen statt. Derjenige, der am Ende als Sieger hervorgeht, bekommt nicht nur Anerkennung, sondern auch eine saftige Stange Geld und ist der beste Racer in der ganzen Galaxie für ein Jahr. Auswählen können wir hier zwischen vier Fahrgleitern: dem Blue Falcon, Golden Fox, Wild Goose oder dem Fire Stingray. Jedes der Fahrzeuge hat sowohl seine Vorteile als auch Nachteile in Sachen Geschwindigkeit, Lenkung, etc.

F-Zero.009png_thumbEs stehen drei unterschiedliche Ligen zur Auswahl. Jede von ihnen besitzt jeweils fünf verschiedene Strecken. Es stehen sich vier Herausforderer im Weg - ihr gegen drei wackere Computergegner. Schafft man es nicht am Ende eines Rennens in die Top 3 zu gelangen, ist man aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Ab der zweiten Runde steht euch nach jeden Überfahren der Ziellinie ein Turbo zur Verfügung, mit welchem ihr eure Geschwindigkeit für kurze Zeit rapide steigern könnt. Geschicklichkeit ist nun gefragt, denn wird der Turbo im falschen Moment eingesetzt und ihr baut einen Crash, geht euch dieser sehr wichtige Vorteil verloren. Einfach drauflosfahren ist aber auch nicht besonders klug, denn sollte man mit seinem Gegner kollidieren, hat dies in der Regel üble Auswirkungen. Wird ein Mitstreiter nur leicht berührt, verliert man an Geschwindigkeit und die Energieleiste schrumpft. Aber es sind nicht nur allein die Fahrer, die euch Schwierigkeiten bereiten, auch Hindernisse machen euch das Leben schwer - von denen sich auf den Strecken zahlreiche in Form von Sprungschanzen, verstreuten Minen und unangenehmen Magnetfeldern befinden. Glücklicherweise erwartet euch in jeder Runde ein kurzer Pitstop, der etwas verlorene Energie wieder aufladen kann.

F-Zero.079png_thumbDass das Spiel wirklich nicht leicht ist, merkt man bereits im ersten Cup ab der dritten Strecke. Kollidiert man mit dem Streckenrand oder anderen Fahrern, so kann es durchaus vorkommen, dass euer Gleiter das zeitliche segnet. Damit das Spiel in diesem Fall nicht sofort zu Ende ist, stehen euch ein paar Leben zur Verfügung und ihr dürft, nachdem ihr einmal explodiert seid, dieselbe Strecke ein weiteres mal starten. Habt ihr aber ersteinmal all eure Leben aufgebraucht, so winkt unweigerlich das Game-Over. Je schneller euer Gleiter wird, desto schwieriger wird es natürlich auch, heil durch das Rennen zu kommen. F-Zero bietet somit einen turboschnellen Rennspaß, der aber nicht nur den Draufgänger, sondern auch den umsichtigen Piloten in euch verlangt. Die Strecken an sich sind sehr unterschiedlich und haben jeweils ihre individuellen Eigenarten, langweilig sollte euch demzufolge theoretisch wirklich nicht werden. Allerdings gibt es da ein gewaltiges Problem, das den Spielspaß auf Dauer doch ziemlich trüben kann. Aus irgendwelchen Gründen verfügt F-Zero nämlich über keinen Multiplayer-Modus.

F-Zero.242png_thumbGrafisch gesehen ist F-Zero für die damaligen Verhältnisse absolute Oberklasse. Die Geschwindigkeit wird blitzsauber realisiert. Sowohl die Raumgleiter als auch Rennstrecken beeindrucken durch ihr farbenfrohes und futuristisches Design. Große, gut lesbare Zahlen oben links und rechts klären Euch zudem über die wichtigsten aktuellen Daten auf. Außerdem ist eine übersichtliche Karte am unteren linken Bildrand verfügbar - allerdings solltet Ihr die Kurse schon besser nach kurzer Zeit in- und auswendig kennen. Musikalisch bietet euch F-Zero ein paar der schönsten Musikstücke der Konsole und die knackigen Soundeffekte wissen auch zu überzeugen. Die Musik passt immer gut zur jeweiligen Kulisse und bewegen den ein oder anderen auch zum mitsummen. Auch nach mehrmaligem Durchspielen wurde mir die Musik nicht langweilig und geht einen selbst nach dem zigsten Durchlauf nicht auf die Nerven. Ein wichtiger Bestandteil bei Rennspielen ist zweifelsohne eine ordentliche Steuerung. F-Zero hat auch in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. Trotz hoher Geschwindigkeiten und Gegner, die einem stets im Nacken sitzen, hat man immer das Gefühl, gute Kontrolle über den Gleiter zu haben.

Fazit des Autors - MGTPrimeDie für ihre Zeit überdurchschnittliche Grafik und der tolle Sound sorgen gleich auf dem ersten Blick für ein stimmiges Spielgefühl, das Gameplay ist rasant und actionreich, der Schwierigkeitsgrad ernstzunehmen aber fair. Neben all diesen positiven Aspekten drückt allein der fehlende Mehrspielermodus die Wertung etwas. Nichtsdestotrotz ist F-Zero ein Spiel, welches jeder Rennspiel-Fan in seiner Sammlung haben sollte. Kult eben!

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