Sonntag, 12 Dezember 2010 21:10

Doom

Written by Rune

bewertungskasten_doom_ohne_sternDoom.000png_thumbDoom ist wohl einer der bekanntesten Ego-Shooter die es gibt. Kein anderer Titel dürfte das Genre so sehr beeinflusst haben. Das Spiel selbst wurde erstmals für den PC veröffentlicht. Einige Jahre später fand es auch seinen Weg auf diverse Konsolen, darunter auch das SNES. Doom war auch mit einer der ersten Ego-Shooter, die von der BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) in Deutschland indiziert wurden. Insgesamt gilt Doom als ein Klassiker des Genres.

Die Story spielt in einer fernen Zukunft. Die Menschheit erforscht das interdimensionale Reisen durch die Zeit, dazu dient der Mars mit seinen Verbindungswegen zwischen den Monden Phobos und Deimos als Schauplatz für die Forschung. Allerdings scheint es seit einiger Zeit einige Probleme zwischen diesen Korridoren zu geben, denn diese sind sehr instabil und mancher wissenschaftliche Versuch an Menschen endete in einer Katastrophe. Dem Anschein nach scheint etwas Ungeheures in die Korridore der Galaxie einzudringen. Als Spieler übernimmt man nun die Rolle eines Marines einer Weltraum-Kampfeinheit und wird mit einer Patrouille nach Phobos geschickt, um diese mysteriösen Vorfälle zu untersuchen. Doch zunächst hält der Marine nur Wache, während die anderen in die Anlage eindringen und auf brutale Art und Weise getötet werden. Als einziger Überlebender startet der Marine einen Rachefeldzug gegen das Unaussprechliche.

Doom.076png_thumbIn 24 Levels versucht nun der Held, insgesamt 7 unterschiedlichen Gegnertypen den Garaus zu machen. Dazu kann sich der Spieler mit einer Vielfalt von Waffen ausrüsten: Schlagring, Kettensäge, Pistole, Schrotflinte, Maschinengewehr, Raketenwerfer, Plasmagewehr sowie der BFG9000 (laut Entwickler die Abkürzung für Big *****ing Gun).

Zombies und Shotgun-benutzende Sergeants sind noch recht harmlose Gegner. Im weiteren Verlauf der Spieles tauchen aber bald die fiesesten Kreaturen aus der Hölle auf: Feuerball-werfende Teufel, rosa Dämonen, herumfliegende Seelen und große fliegende Ungeheuer halten schon deutlich mehr an Feuerkraft aus. Am Ende jeden Levels gibt es dann auch noch einen Endgegner, welcher mit Plasma um sich schießt und besonders schwer zu töten ist. Damit man nicht schon im ersten Level zugrunde geht, gibt es natürlich Energiepacks. Daneben existieren freilich noch weitere Items, mit denen man sich auf Vordermann bringen kann, wie beispielsweise ein Schutzanzug, der unseren Marine für eine begrenzte Zeit unverwundbar macht.

Doom.138png_thumbWie man schon annehmen kann, ist das Ziel, sich heil durch 24 Levels zu ballern. Neben den ganzen Gegnern, welche es auszuschalten gilt, wollen noch diverse Schalter und Schlüssel gefunden werden, mittels derer wir verschlossene Türen öffnen oder Plattformen bewegen. In einem gewissen Level sind auch Bonusräume versteckt, welche einige Extras bieten. Am Ende eines jeden Levels gibt es dann eine Punkteabrechnung, in welcher auch prozentual aufgelistet ist, wie intensiv man es erforscht und wie viele Bonusräume man gefunden hat.

Man benötigt ein wenig Zeit um sich an die Steuerung zu gewöhnen. Man behält anfangs nicht gleich den Überblick im Spiel und es ist auch etwas schwer, Gegner anzugreifen bzw. deren Attacken auszuweichen.

Doom.182png_thumbTechnisch ist Doom sehr gut gelungen. Man bewegt sich relativ schnell und flüssig durch die Levels, sofern nicht unzählige Gegner auf einmal angreifen. Die Optik macht einen sehr ordentlichen Eindruck, zumal man es hier mit einer 3D-Grafik zu tun hat. Jedes einzelne Level wirkt sehr phantasievoll gestaltet und sieht nicht schlecht aus. Fahrstühle, Fenster, Plattformen usw. wirken sehr detailliert. Leider kann man nicht nach oben und unten schauen, wie es bei den aktuellen Ego-Shootern der Fall ist. Auch der Weitblick wird etwas schwer, denn weit entfernte Gegner sind nur schwer zu erkennen.

Der Sound ist bei Doom allerdings nicht sehr spektakulär. Einzelne Melodien wirken wirklich hektisch und kommen eher unauffällig daher. Anders dagegen sind Schuss- und Stöhngeräusche gut gelungen und kurbeln die Spielatmosphäre an. Leider verfügt das Spiel über keinen Batteriespeicher, daher lässt sich das Spiel nicht sichern.

Fazit des Autors - RuneAlles in allem wird mit Doom ein alter Klassiker wieder zum Leben erweckt, der seinen Kultstatus in der heutigen Zeit kaum mehr wahren kann. Optisch und musikalisch ist das Spiel echt ganz in Ordnung, auch spielerisch macht Doom viel Spaß. Dennoch fehlt dem Spiel das prickelnde Etwas, so dass ich hier nicht wirklich von Langzeitmotivation sprechen kann. Wie dem auch sei, Doom ist ein gutes Spiel das man sich getrost mal anschauen kann. Für eine Partie zwischendurch immer wieder gut geeignet!

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