Freitag, 26 November 2010 08:52

Final Fight 2

Written by Christian

bewertungskasten_final_fight_2_ohne_sternFinal_Fight_2_Europe.024png_thumbMetro City war still und friedlich, nachdem der schlagkräftige Bürgermeister Haggar im ersten Teil von Final Fight die Mad Gear Gang besiegt hatte. Doch die Gruppe formierte sich im Untergrund der Stadt neu, böser als je zuvor, um Rache zu üben und – wie originell – die Welt zu unterjochen. Genryusai, der Meister des Karateka Guy aus Teil 1, und seine Tochter Rena wurden von der Mad Gear Gang verschleppt und dienen den Schurken nun als Druckmittel. Das kann Haggar nicht auf sich sitzenlassen, und zusammen mit Maki (Genryusais zweiter Tochter) und Carlos (einem südamerikanischen Schwertkämpfer) reist er um die ganze Welt, um Vater und Tochter zu befreien.

Im Titelbild könnt Ihr Euch entscheiden, ob Ihr allein in die Schlacht ziehen wollt oder lieber zu zweit. Das Optionsmenü gibt sich karg, das Spiel beansprucht gerade mal zwei Feuerknöpfe: Ihr könnt zuschlagen und springen, mehr braucht's nicht. Nach der Auswahl Eures Charakters nimmt das bunte Treiben seinen Lauf: Spaziert die Straßen entlang und prügelt alles aus dem Weg, was Euch aufhalten will.

Final_Fight_2_Europe.039png_thumbDie Chefs der Mad Gear Gang, sechs an der Zahl, dienen in den verschiedenen Szenarien als Endgegner. Ihr komplettes Fußvolk stellt sich Euren Fäusten als Sparringspartner in den Weg. Die ersten Gegner sind schnell bezwungen, doch die Jungs stecken im Laufe des Spiels immer mehr Hiebe ein und treten in immer größeren Rudeln auf. Zum Glück gibt es reichlich Möglichkeiten, sich gegen die zahlenmäßige Übermacht zur Wehr zu setzen: Wrestling-Bürgermeister Haggar räumt die Gegnerschaft mit Spinning Piledrivers und Clotheslines aus dem Weg, die Blondine Maki haut gerne mal das Knie zwischen männliche Schenkel, und Carlos setzt seine Klinge gekonnt ein. Jeder Charakter verfügt über eine Reihe individueller Moves, die gekonnt animiert in Szene gesetzt werden. Neben dem üblichen Faustschlag gibt es Tritte, Griffe, Würfe und dergleichen mehr. Die Attacken können auch taktisch eingesetzt werden: Wirbelt Haggar mit einem Gegner im Griff per Piledriver durch die Luft, kann er im Flug weitere Bösewichte ausknocken. Genauso könnt Ihr Gegner treffen, indem Ihr andere Gegner nach ihnen werft. In besonders kniffligen Situationen räumt Ihr Euch mit einer Spezialattacke den Weg frei, was Euch aber ein wenig Eurer Lebensenergie kostet.

Final_Fight_2_Europe.096png_thumbGeht die mal zur Neige, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Gesundung: In Fässern oder Kisten können sich Nahrungsmittel verstecken, von der Coladose bis zur Schweinshaxe geben die Items mehr oder weniger Energie zurück. Meistens finden sich aber nur punktbringende Items in den Kisten. Nicht weiter schlimm, denn pro 100.000 erprügelte Punkte erhaltet Ihr ein Extraleben. Auf dem Weg durch die ganze Welt trefft Ihr verschiedenste Gegner: Punks, Clowns, Muskelpakete in zu engen Latzhosen, wildgewordene Elektriker und vieles mehr. Die Vielfalt ist bemerkenswert, manche der Freaks könnten von Tim Burton stammen. Die Levels gestalten sich abwechslungsreich. Vom Hafen Hongkongs weg kämpft Ihr auf fahrenden Zügen und anderen Locations. Dabei geht es nicht immer nur von links nach rechts, auch vertikal müßt Ihr laufen.

Final_Fight_2_Europe.018png_thumbDie Steuerung ist unkompliziert und geht flott von der Hand. Eine sauber programmierte Kollisionsabfrage und ein schnelles Umsetzen der Joypadbefehle garantieren eine makellose Spielbarkeit. Euer Kämpfer läßt sich flüssig durch die Levels steuern und befolgt Eure Befehle punktgenau. Die erfreulich große Anzahl an Schlagvarianten läßt sogar einfache taktische Spielereien zu, was dem Ganzen noch ein wenig Tiefe verleiht. Ihr kommt neben dem Steuerkreuz mit gerade mal zwei Buttons aus – fertig. Unkompliziert und leicht zu erlernen. Der kinderleichte Einstieg trügt jedoch nicht: Die ganzen sechs Levels durch bleibt Final Fight 2 eine Spur zu leicht – gerade zu zweit. Selbst wenn die Gegner in den späteren Szenarien immer schwieriger werden, so ist es für halbwegs Geübte kein Problem, Genryusai und Rena aus den Fängen der Gang zu befreien. Technisch präsentiert sich Final Fight 2 auf gutem Niveau: Die großen Sprites haben viele Animationsphasen verpaßt bekommen, die teils farbenfrohen Hintergründe sind schön gezeichnet und passen stimmungstechnisch immer zum Setting des aktuellen Levels. Lediglich die Musik nervt kolossal, dafür sind die Eoundeffekte wuchtig, satt und bassig.

Fazit des Autors - ChristianFinal Fight 2 ist genau das Richtige, um nach einem harten Tag mal auszuspannen. Nahezu jeder Gegner im Spiel läßt sich nach Belieben vertrimmen, lediglich die Endgegner erfordern Konzentration. Spaß macht's reichlich: Durch die Schlagvielfalt und die präzise Steuerung, sowie das abwechslungsreiche Design schiebt man das Modul immer wieder gerne in die Konsole. Seine Trümpfe spielt Final Fight 2 allerdings erst im Zweispielermodus aus.

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