Geschrieben von: Moi-Même · 30. Dezember 2010 · Kategorie: Beat'em Up

bewertungskasten_TMHT_Tournament_fighters_ohne_sternTeenage_Mutant_Hero_Turtles_5_-_Tournament_Fighters_E.000png_thumbDas Beat'em Up "Teenage Mutant Hero Turtles: Tournament Fighters" von Konami erschien 1993 auf dem Super Nintendo und ist, wenn man es genau nimmt, bloß eine Kopie des legendären Street Fighter II, nur eben im Gewand einer Turtles-Lizenz! Man muss aber klar sagen, dass das Spiel keinesfalls schlecht ist, da Street Fighter II ein geniales Beat'em Up war und damals wie heute gilt das Motto: "Besser gut geklaut, als schlecht selbstgemacht". Zwar kommt dieser Klon bei weitem nicht an sein Vorbild heran, ist aufgrund der perfekten Vorlage aber definitiv ein nettes Spiel für zwischendurch.

Ein nettes Beat'em Up für zwischendurch. Ganz genau. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es gibt natürlich - wie es sich für ein Beat'em Up gehört - verschiedene Spielmodi, die nun kurz erläutert werden. Zum ersten wäre da der Tournament Mode, das eigentliche Herzstück des Spiels. Ihr könnt aus zehn Charakteren euren Liebling auswählen und spielt nacheinander gegen jeden CPU-Gegner in einer wirklich simplen Story, denn es wird ein Turnier ausgetragen und der Gewinner erhält soviel Geld, dass er es gar nicht alles ausgeben kann.

Teenage_Mutant_Hero_Turtles_5_-_Tournament_Fighters_E.143png_thumbDie zehn Charaktere, die zur Auswahl stehen, sind: Donatello, Leonardo, Michelangelo, Raphael, Shredder, War, Aska, Armageddon, Wingnut und Chrome Dome. Also ein bunter Mix aus allen vier Turtles sowie ihren härtesten Widersachern. Einen weiteren Charakter müsst ihr zwar bekämpfen, könnt ihn aber selbst nicht spielen. Hierbei handelt es sich um Rat King, den Gewinner des letzten Turniers.

Ein anderer Spielmodus ist der Story Mode, in dem ihr eure Freundin April, die Nachrichtensprecherin von Kanal 6, retten müsst und auch hier nacheinander alle Gegner besiegen müsst. Jetzt denkt ihr sicher, ist ja genau wie der Tornament Modus - und da liegt ihr richtig - bloß dürft ihr hier nur zwischen den vier Turtles euren Kämpfer auswählen. Die Geschichte, die zwischen den Kämpfen erzählt wird, ist mehr als schlecht, da ihr nur einen Gegner besiegen müsst, der euch nichts verrät und schon muss der nächste Gegner dran glauben. Alle Widersacher hat eine mehr oder weniger zu ihnen passende Arena, die ihr so nach und nach alle durchstreift. Tolle Story ... aber es ist ja auch ein Fightspiel, da ist das alles nicht ganz so wichtig.

Teenage_Mutant_Hero_Turtles_5_-_Tournament_Fighters_E.262png_thumbEs gibt noch zwei andere Modi. Einer ist natürlich der Vs-Modus, über den man wohl kein weiteres Wort verlieren muss, denn es dürfte ja klar sein was dort passiert. Aber gerade beim Spiel gegen einen Freund merkt man, dass einige Charaktere zu gut sind, wie z.B. Chrome Dome. Wer diese Spielfigur nimmt, hat den Sieg meist schon in der Tasche. Der andere Modus ist der sogenannte Watch-Modus, in dem ihr Matches zwischen zwei CPU-Gegnern ansehen dürft. Hier muss man sich allerdings schon fragen, was das für einen Sinn haben soll - ist nämlich nur eine nette Dreingabe, die aber leider absolut überflüssig ist.

Die Steuerung ist wie bei fast allen Beat'em Up-Spielen. Jede Taste des Super Nintendo-Controllers repräsentiert eine andere Attacke und bei bestimmten Kombinationen mit dem Steuerkreuz entstehen spezielle Attacken des jeweiligen Charakters. Erwähnenswert ist auch die Super Attacke, die man benutzen kann, wenn eine Spezial-Leiste gefüllt ist, indem man alle vier Knöpfe gleichzeitig drückt.

Teenage_Mutant_Hero_Turtles_5_-_Tournament_Fighters_E.224png_thumbDie Grafik und der Sound gehen wirklich in Ordnung. Das Spiel ist ziemlich bunt und die Arenen wurden sehr detailverliebt gestaltet. Besonders Turtle-Fans werden sich von den Schauplätzen angesprochen fühlen. Es ist einfach irgendwie cool zu sehen, wie altbekannte Charaktere den Spieler vom Hintergrund aus anfeuern, beispielsweise Casy Jones, Baxster Stockman, Solaten des Foot-Clans oder Hun, dem Anführer der "Purple Dragons"-Straßengang. Der Charme der Turtles-Zeichentrickserie wird perfekt eingefangen. Über die Animationen gibt es auch wenig zu meckern, wenngleich etwas mehr Grafikgewitter gut getan hätte.

Auch über den Sound kann ich mich nicht wirklich beschweren. Musikalisch hätte man sicher etwas mehr rausholen können, nach einiger Zeit mag der Soundtrack den einen oder anderen Spieler vielleicht sogar nerven. Einige der Soundeffekte klingen außerdem längst nicht so realistisch wie bei Street Fighter 2 oder Mortal Kombat 2. Die Sprachausgabe ist hingegen perfekt; Kämpfer jaulen vor Schmerz auf und brüllen ihre Special-Moves energisch dem Gegner entgegen. Technisch betrachtet gibt es also in beiderlei Hinsicht nichts zu meckern.

Fazit des Autors - RuneAbschließend bleibt zu sagen, dass Turtles Tournament Fighters ein Spiel ist, das seine Lizenz gut nutzt, denn ohne den Turtles-Bonus wäre das Spiel nur mittlerer Durchschitt. So ist es ein ganz gutes Fightspiel, an dem nicht nur Turtles-Fans Gefallen finden können.

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