
Freitag Abend, irgendwo in den Kanalrohren unter New York. Donatello, Raphael, Michelangelo und ich (Leonardo) hocken gemeinsam mit Master Splinter vor dem Fernseher und mampfen unsere Pizzen, während wir eine Livereportage unserer Freundin April O'Neil von der Freiheitsstatue anschauen. "War die Kleine beim Friseur?", will Ralph plötzlich wissen. "Den Prozess gewinnt sie jedenfalls", antwortet Mike. Beide klatschen sich grölend ab. "Hey, was geht denn da ab?", ruft Don plötzlich dazwischen. Ralph und Mike wenden ihre Blicke wieder dem Fernseher zu und müssen mitansehen, wie ein riesiger Android auf die Freiheitsstatur zufliegt und sie aus der Verankerung reißt. Während Hunderte Schaulustige ins Hafenbecken plumpsen, macht sich der Roboter mit der Statue auf und davon.
Vier Schildkröten und eine Ratte sitzen mit offenen Mündern für einen Moment staunend da und bringen kein Wort raus. "Das gibt's doch nicht", findet Mike als erster die Sprache wieder. "Das gibt's wirklich nicht", ergänze ich. "Doch, das gibt's... offensichtlich", meint Ralph. Master Splinter zupft sich kurz an der Nase. "Ich glaube, ihr wisst sehr wohl, welcher eurer Widersacher hier die Finger im Spiel hat", meint er dann. "Das ist nicht schwer zu erraten", meine ich. "Shredder!", rufen Ralph, Mike und Don im Chor. "Richtig", bestätige ich. "Ich glaube, dem müssen wir mal einen Besuch abstatten!"
Gesagt, getan. Ruckzuck schnappen wir unsere Waffen und machen uns auf die Socken, um unserem Erzfeind die Leviten zu lesen. "Nicht so hastig", ruft uns Splinter hinterher. "Wieso, was ist los?", frage ich. "Ihr habt den ganzen Tag jeder nur drei Pizzen gegessen. Ruft zumindest den Pizzaservice an, dass er euch ein paar Portionen hinterbringt. Sonst fallt ihr mir noch vom Fleisch." "Er hat recht, Leo", bestätigt Don. "Ich hab auch schon wieder Hunger", meckert jetzt Mike. "Okay, ich rufe bei Tony an", sage ich. "Aber dann machen wir uns auf den Weg."
Als wir in der Innenstadt ankommen, sind Shredders Fußsoldaten schon da. Glücklicherweise sind wir durch unseren Pizzakonsum topfit, sodass wir uns mit den Jungs gerne anlegen. Ähnlich wie in Final Fight kämpfen wir uns von links nach rechts durch die Level. Wir können nicht nur unsere Waffen schwingen, sondern auch diverse Würfe durchführen. Ein paar haben wir extra letzte Woche einstudiert - dabei werfen wir Euch die bösen Buben buchstäblich in die Ohren. Kann sein, dass die bei Euch im Wohnzimmer landen! Wer das Steuerkreuz in eine Richtung gedrückt hält, bringt uns zum Sprinten, wobei wir Shredders Gefolge mit der Schulter checken können und weitere Moves ausführen können. Es können auch zwei von uns Turtles gleichzeitig antreten. Wenn Ihr einen Freund zur Hand habt, nehmt in mit ins Getümmel!
Während wir uns durch das nächtliche New York prügeln, fallen uns immer wieder Pizzaschachteln am Wegesrand auf. "Hey, Tony war schon da", ruft Mike. Offensichtlich. Unser Lieblingspizzabäcker war schon vor uns da. "Mjam... Margherita extra-large mit doppelt Käse und extra Pepperoni", freut sich Don. Und weil das so lecker ist, gibt uns so ein Lappen dann auch gleich unsere komplette Energie zurück. Die ist schließlich auch nur begrenzt: Wenn wir zuviele Schläge einstecken müssen, sehen wir nur noch Sternchen. Dreimal können wir aus den Latschen kippen, dann müssen wir den Rückzug antreten: Game Over.
Nachdem wir die ersten beiden Bosse aus dem Weg geräumt haben, finden wir uns auf einmal wieder in der heimischen Kanalisation wieder: Sewer Surfin'! Also ab auf die Surfboards und Maulschellen verteilt. "Ist fast wie vor der Küste von Hawaii", freut sich Ralph. "Riecht nur etwas strenger", ergänzt Mike. Nach diesem Abschnitt stehen wir schon im Technodrome und wenig später vor Shredder persönlich, dem stinkenden Bohnensack! Wir bearbeiten ihn und sein Gefolge ausführlich mit unserem Repertoire an Spezialattacken, bis sein Kommandostand Feuer fängt und wir uns sicher sind, dass jetzt endlich Ruhe einkehrt. Pustekuchen! Bevor sein fliegender Sessel mit Krawumm in die Luft geht, springt Shredder in einen Hyperstrahl und zieht uns als Belohnung für unseren Mut einfach mit - eine Zeitmaschine erfasst uns und spuckt uns 2,5 Mio Jahre vor Christus erst wieder aus! Was dann folgt, hätten wir nie erwartet! Es geht durch die Steinzeit,danach spielen wir Pirat oder Cowboy, weit in die Zukunft bis ins Jahr 2100 und dann wieder in die Gegenwart.
Ein Wunder, dass keinem von uns bei diesem Zeitgespringe die Supermargheritas wieder hochkommen! Insgesamt müssen wir uns also durch 10 Levels schlagen, die vollgestopft sind mit Shredders vielseitigem Kanonenfutter. Naja, Kanonenfutter... mitunter sind die bösen Buben recht zäh und gerade in der Masse gefährlich, der ein oder andere Boss kostet auch Geduld. So einfach ist es also nicht, einfach durchrennen und alles weghauen funktioniert hier nicht. Da kann man schon mal das ein oder andere Continue verbrauchen...
Kazuhiko Uehara und Harumi Ueko haben uns extra für unsere Reise durch die Zeit einen pepperonischarfen Soundtrack zusammengezimmert. Rockig und flott treiben uns die Stücke der beiden an - genau das Richtige! Viele der Melodien gehen sofort ins Ohr und bleiben dort auch. Die Kollegen der beiden aus der Abteilung Grafik setzen unseren Kampf in ein ausgezeichnetes Licht. Sehr große Sprites, die mit vielen Animationsphasen versehen wurden, eine knallbunte Farbwahl und viele kleine eingebaute Gags lassen absolutes Comicfeeling aufkommen. Es kann beispielsweise vorkommen, dass einer von uns in einen Gully fällt. Das wird dann mit einer entsprechenden Sprechblase kommentiert.
Ihr könnt uns übrigens sehr flüssig durch Shredders Welten lenken. Wir gehorchen bereitwillig und präzise auf Eure Eingaben. Da wir so einige Moves draufhaben und man auch zu zweit losziehen kann, ist der Spaß garantiert! Und wer danach immer noch nicht genug hat, kann uns im Versus-Modus gegeneinander antreten lassen. Ja, wir sind große Street Fighter-Fans! Also kann man das mit uns auch nachspielen! Wem das alles zu einfach ist, der kann unsere Reise durch die Levels auch unter Zeitdruck absolvieren. Aber puh, ich sage Euch, das ist eine ganz schöne Rennerei.