Geschrieben von: Christian · 12. November 2010 · Kategorie: Platformer

bewertungskasten_mmxMega_Man_X_E000_thumbDie Hintergrundgeschichte zu Mega Mans SNES-Debüt ist wie gewohnt schnell erzählt und bewegt sich ohne Umwege auf den finalen Kampf zwischen Mega Man und dessen Rivalen Sigma zu. Bevor Dr. Light starb, erschuf er einen Roboter, der fähig ist, nach seinem eigenen Willen zu handeln. Doch wenn dieser Androide in die falschen Hände fällt, würde es das totale Chaos geben. Deswegen schloss Dr. Light den Roboter, dem er den Namen "X" gab, weg. Erst Jahre später fand ihn Dr. Cain in einer Kapsel. So erwacht X also in einer Welt, wo Maschinenkriege der Vergangenheit angehören, doch als Dr. Cain X' Schaltkreise in eine Reihe von Reploiden einsetzen will, geschieht das unfassbare: Die Reploiden entwickeln ein teuflisches Eigenleben und ihr Anführer Sigma hat kein geringeres Ziel als die Menschheit auszurotten. Nun ist also die Zeit für X gekommen um zu beweisen, welche Macht trotz seiner geringen Körpergröße in ihm steckt.

Anfangs ist X noch sehr schwach und kann nur einen recht harmlosen Schuss abfeuern. Doch im Laufe des Abenteuers erhält er acht weitere Spezial-Schüsse. Um diese zu bekommen, muss man einen Reploid besiegen, von denen sich jeder einen Ort zum Herumalbern ausgesucht hat. So verschlägt es X in ein Labor, das mit allerlei technischen Hilfsmittel aufwartet oder in einen schönen Wald. Die Levels sind allesamt sehr abwechslungsreich gestaltet und fordernd. Um große Abgründe zu überwinden, muss X vor der Schlucht rutschen und dann im richtigen Moment springen, des weiteren kann er Wände sozusagen hochspringen. Vor allem die bereits erwähnten Reploiden werden euch einige Male den Game-Over Bildschirm sehen lassen. Doch damit diese Gegner nicht vollkommen unbesiegbar sind, haben sie alle eine Schwachstelle. Mit den richtigen Angriffen gehen die Gegner also schon nach wenigen Schüssen in die Knie. Eine weitere Möglichkeit X stärker werden zu lassen, ist das einsammeln von Herzen. Diese Objekte sind in jeder Mission versteckt und lassen die Lebensanzeige des blauen Helden jedes Mal um ein Stückchen wachsen, was auch bitter nötig ist am Ende.

Mega_Man_X_E001_thumbMega_Man_X_E002_thumbIn den Levels gibt es aber auch einiges zu entdecken. Neben den oben genannten Herzen gibt es noch Lebenscontainer und Rüstungsteile zu finden. Die Container dienen dazu, eure Leben wiederherzustellen. Ist einer leer, müsst ihr in den Levels wieder Lebenspunkte sammeln gehen. Die bei diesem Sammeln "überschüssige" Energie fließt in den Lebenscontainer und füllt ihn langsam aber sicher. In den Missionen werdet ihr vier solcher Lebenscontainer finden können. Kommen wir nun zu den Rüstungsteile, die mit das wichtigste in Megaman X sind, aber sie sind auch dementsprechend gut versteckt: Es gibt Rüstungsteile für eure Arme, den Kopf, die Beine und den Torso. Während das Torso-Rüstungsteil "nur" die Verteidigung erhöht, so kann man durch die neuen Arme einen unglaublich mächtigen Schuss abfeuern und mit dem verbessertem Kopf brüchiges Gestein zerstören. Wer gut genug sucht, kann X sogar den Hadoken von Ryu aus Street Fighter lernen lassen.

Mega_Man_X_E003_thumbDie Steuerung ist für ein Jump´n´ Run sogar noch relativ komplex. Mit den Richtungstasten lenkt ihr wie gewohnt, während ihr mit der B-Taste des Controllers springt. Mit der Y-Taste lasst ihr X schießen; haltet ihr diese Taste länger gedrückt, lädt sich sein Schuss auf und feuert er einen riesigen Plasmaball ab. Habt ihr die verbesserten Beine gefunden, so könnt ihr, indem ihr doppelt nach links oder rechts drückt, einen Sprint hinlegen und durch das gleichzeitige drücken einer Richtungstaste und dem A Knopf über den Boden rutschen.

Der grafische Eindruck des Titels ist sehr gut. Schöne Hintergründe bilden mit der bunten 2-D Grafik eine gelungene Symbiose. Positiv anzumerken ist auch, dass die Levels niemals monoton wirken. Selbst bei vielen Gegner auf dem Bildschirm kommt es nur sehr selten zu kleineren Rucklern. Die musikalische Untermalung ist typischer Japano-Rock. Treibende Gitarren mit süßen Melodien hetzen euch durch die insgesamt 10 Levels. Rundum macht das Spiel also technisch einen wirklich gelungenen Eindruck.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Mega Man X eines der gelungensten Spiele auf dem Super Nintendo ist. Dafür sorgen abwechslungsreiche Levels, gelungene Endgegner und knackige Sprungpassagen. Allerdings so schwer eine Situation auf den ersten Blick auch scheint, so wird einem sofort klar, dass sie nicht unmöglich ist. Sehr gut ist auch, dass das finden der Rüstungen und Container nicht bloß dem Perfektionismus gilt, sondern das Spiel erheblich erleichtert.

Fazit des Autors - BeliarMega Man X ist mein absolutes Lieblingsspiel auf dem SNES. Hier stimmt einfach alles, von gelegentlichem Rucklern mal abgesehen. Nach diesem Testcheck kann ich getrost sagen, dass X es verdient hat der Retter der Welt zu sein. Dieses Game ist nicht nur für Mega Man-Freaks ein absolutes Muss, sondern für jeden, der Jump'n'Shoot-Games mag. Wer diese Perle verpasst, ist selber schuld.

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