Weihnachten: Fest der Liebe, der Geschenke und der Familie! Doch was, wenn finstere Kreaturen den Menschen dieses Glück nicht gönnen und stattdessen alles dafür tun, um Weihnachten zu ruinieren? Geschenke klauen und verfluchen, sowie Maschinenteile stehlen? Na, was wohl! Dann macht sich der Weihnachtsmann eben höchstpersönlich auf ins Abenteuer, um die Bescherung in letzter Sekunde doch noch zu retten - mit eurer Hilfe, versteht sich.
Und schon startet ihr eure Heldentat im, passend zum Adventskalender, 1. von 24 Level. Wie in fast allen Jump'n'Runs ist es das Ziel, jeweils den Levelausgang zu finden, in diesem Spiel in Form eines goldenen Sterns. Also hüpft man über Plattformen, durchquert Höhlen, Fabriken und Winterlandschaften, bekämpft dabei Feinde und sammelt anschließend die Geschenke ein, die sie liegen lassen, um dafür Punkte zu bekommen.
Überall in den Level findet man außerdem Pakete. Um sie zu öffnen, muss man sie einfach attackieren, doch sie beinhalten nicht immer nur nützliche Items wie Leben oder Energiepunkte, manchmal springen auch Gegner aus ihnen hervor oder es ist eine Bombe darin versteckt. Das wars aber schon mit fiesen Überraschungen. Insgesamt ist das Spiel nicht schwer: Die Gegner sind leicht zu besiegen, da sie einen meist nicht direkt angreifen, wenn man nicht gerade in sie hinein rennt. Außerdem findet man immer wieder Glöckchen in den Level - Berührt man sie, kann man, wenn man stirbt, von dieser Stelle aus fortsetzen.
Die Weihnachtsatmosphäre wurde gut eingefangen, auch wenn die Grafik dadurch ein wenig kitschig ausfällt. Zusätzlich zu einigen Winterlandschaften geht die Reise zudem durch Häuser, Fabriken oder Höhlen, sodass man auch hier nicht das Gefühl hat, jeder Level sei gleich. Die Charaktere, der Weihnachtsmann selbst wie auch die Feinde, denen man begegnet, sind alle richtig knuffig. Das Spiel richtet sich besonders an jüngere Spieler und diese bekommen hier echt einiges geboten: Spielzeugautos, Pinguine, Fische und viele weitere Gegner sorgen für Abwechslung.
Der Sound fällt weder positiv noch negativ auf. Einige weihnachtliche Melodien, wie zum Beispiel Jingle Bells, tragen zur weihnachtlichen Stimmung des Spiels bei, sind aber gerade so noch hintergründig und neutral genug gehalten, um nicht nervig zu wirken.
Neben den normalen Jump'n'Run Level gibt es auch regelmäßig Speziallevel: Hier fliegt man mit dem Weihnachtsmann und seinem Rentierschlitten über eine Stadt und muss Pakete in die Kamine der Häuser werfen und dabei Feinden ausweichen. In diesen Level vermisst man etwas die Abwechslung, jedoch bekommt man hier jeweils ein Passwort.
Doch ein endgültiges Game Over kann man in dem Spiel ohnehin nicht bekommen: Hat man seine Leben verspielt, kann man trotzdem wieder vom zuletzt gespielten Level aus weitermachen. Geübtere Zocker werden das Spiel deshalb wohl an 1-2 Nachmittagen durchgezockt haben und sich stellenweise sogar langweilen, da einfach die Herausforderung fehlt, denn viele Level schafft man ohnehin auf Anhieb. Dafür haben aber auch Anfänger gute Chancen, das Spiel komplett zu schaffen.
Dabei muss man aber erwähnen, dass das Spiel, wenn es auch nicht schwer ist, immerhin einen akzeptablen Umfang hat, denn im späteren Spielverlauf werden die Level sogar recht weitläufig. Insgesamt ist Daze before Christmas in Ordnung: Die Steuerung ist gut umgesetzt, frustige oder unfaire Stellen gibt es kaum und auch das Geschenkesammeln ist eine nette Idee für ein Weihnachtsgame.
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